Informationen über: Sonnenschutz für die Augen

Ursachen

Durch die dünner werdende Ozonschicht wird die Sonne zunehmend intensiver und damit steigen die Schäden, die ein Übermaß an Sonnenstrahlen verursachen kann.

 

Diese Wirkungen haben die Sonnenstrahlen

Wenn man von Sonnenstrahlen spricht, meint man in der Regel die ultraviolette Strahlung, die so genannten UV-Strahlen. Ihre Intensität ist allerdings nicht konstant, sondern gemeinsam mit den Sonnenflecken einem 11-Jahres-Zyklus unterworfen. Zur Zeit befinden wir uns leider auf dem ansteigenden Ast nach dem Strahlungsminimum. Die UV-Strahlung steigt zusätzlich saisonabhängig im Winter. Die von der Sonne eintreffende UV-Strahlung wird von einer intakten Ozonschicht größtenteils abgefangen und gelangt dann nur in geringer Menge zu uns auf die Erdoberfläche.

 

Es gibt verschiedene Arten von UV-Strahlung

Man unterteilt die ultraviolette Strahlung in 3 Gruppen: Die UVC-Strahlen, die UVB-Strahlen und die UVA-Strahlen. Die UVB- und UVC-Strahlen gehören zu den so genannten kurzwelligen Strahlen und sind um 1.000 - 10.000 Mal stärker schädigend als die UVA-Strahlen!

 

Die UVB-Strahlen dringen in die Haut ein und sind verantwortlich für den Sonnenbrand. Bei langfristiger Exposition können sie zu Hautkrebs führen. Eine intakte Ozonschicht ist in der Lage, 90 Prozent dieser UVB-Strahlung abzufangen. Bei einer Abnahme der Ozonschicht um nur 1 Prozent nehmen jedoch die Schädigungen durch die UVB-Strahlen um 1,3 bis 1,5 Prozent zu.

 

Am schädlichsten sind die UVC-Strahlen. Es gäbe kein Leben auf der Erde, würden sie nicht von der Ozonschicht abgehalten.

 

Die UVA-Strahlen können auch von einer intakten Ozonschicht nicht zurückgehalten werden und gelangen in voller Intensität auf den Boden. Lange Zeit hat man diese Strahlen für gutartig gehalten. Jetzt hat man jedoch festgestellt, dass sie für tief greifende Hautschädigungen verantwortlich sind. Sie führen zu einer verringerten Elastizität und Geschmeidigkeit der Haut mit der Folge, dass sie vorzeitig altert.

 

Alle UV-Schäden summieren sich im Laufe des Lebens

So kann es durch eine zu intensive Bestrahlung zu Hautkrebs kommen und am Auge zu Hornhautentzündungen und dem so genannten grauen Star, vom Mediziner Katarakt genannt. Hierbei verliert das gesehene Bild immer mehr an Schärfe bis man die Umwelt nur noch nebelhaft sieht. Das Auge kann schließlich nur noch hell und dunkel unterscheiden. Beugen Sie daher rechtzeitig vor.

Das können Sie tun:

Überblick

Ausreichender Sonnenschutz ist das A&O

Die einzige Möglichkeit, sich vor den schädlichen Auswirkungen der Sonnenstrahlen effektiv zu schützen, ist das Meiden der Sonne. Da dies nicht möglich und zur Erhaltung unserer Körperfunktionen auch nicht gesund ist, muss auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden. Dieser ist auch dann nötig, wenn es kühl und der Himmel bedeckt ist. Denn die UV-Strahlen erreichen uns unabhängig von der Wärmestrahlung der Sonne. Außerdem hinkt die Erwärmung der Luft der Intensität der UV-Strahlung zeitlich gesehen hinterher.

Besonders intensiv ist übrigens die Sonnenbestrahlung im Gebirge und an der See. Hier werden die Strahlen durch den Schnee bzw. durch Sand und Wasser reflektiert und dadurch erheblich verstärkt.

 

Verwenden Sie ein Sonnenschutzmittel mit hohem Faktor oder meiden Sie die Sonne

Schützen Sie Ihre Haut durch ein Sonnenschutzmittel mit nicht zu niedrigem Faktor. Bei starker Sonneneinstrahlung empfiehlt es sich, die Sonne um die Mittagszeit herum ganz zu meiden.

Schützen Sie Ihre Augen zusätzlich durch eine Sonnenbrille mit UV-Schutz-Gläsern. Einfache Sonnenbrillen (ohne UV-Schutz) bewirken das Gegenteil: infolge der dunklen Gläser weiten sich die Pupillen und die UV-Strahlen können völlig ungehindert in die Augen eindringen und sie schädigen.

Auch einfaches Glas stellt keinen ausreichenden Schutz dar. Je nach Dicke des Glases werden mehr oder weniger UV-Strahlen hindurch gelassen. So ist es möglich, dass Sie bei intensiver Strahlung und längeren Aufenthalt hinter einer dünnen Scheibe einen Sonnenbrand bekommen.


Literaturquellen





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