Lichttherapie

Wissenswertes

Tageslicht hat einen starken Einfluss auf unser Wohlbefinden. Es steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, indem es die Produktion des körpereigenen Hormons Serotonin anregt. In den Wintermonaten, in denen es spät hell und früh dunkel wird, kann das fehlende Tageslicht zu Stimmungsstörungen führen (Winterdepressionen).

Die Lichttherapie ist mittlerweile auch von der klassischen Medizin anerkannt als Behandlungsmöglichkeit bei mehreren Arten von Depressionen und Schlafstörungen.

 

Was brauchen Sie dafür?

Sie benötigen ein sogenanntes Lichttherapiegerät, welches mindestens 5000 Lux an Lichtleistung erbringt und dessen Lichtspektrum dem von Tageslicht entspricht. Der UV-Anteil darf nicht zu hoch sein, um Schädigung durch die Strahlung zu vermeiden. Geeignete Geräte finden Sie im medizinischen Fachhandel. Ein guter Anhaltspunkt  sind z.B. die Untersuchungen der Stiftung Warentest.

 

So wird’s gemacht

Entscheidend bei der Lichttherapie scheint der Zeitpunkt der Anwendung zu sein. Möglichst sofort nach dem Aufstehen morgens sollte man sich  20-50 Minuten dem Licht des Gerätes aussetzen, z.B. beim Frühstück oder dem Lesen der Tageszeitung. Nach Bedarf kann man die Anwendung auch am frühen Abend wiederholen. Die Lichtdusche wirkt dabei über die Augen, nicht über die Haut. Direkt in das Licht muss man aber nicht blicken.

 

Was geschieht dabei?

Die Wirkung der Lichtdusche wird damit erklärt, dass helles Tageslicht die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. Melatonin wird für ein gesteigertes Schlafbedürfnis, Antriebsschwäche und die Entstehung von Depressionen mit verantwortlich gemacht. In einer Studie wurde nachgewiesen, dass die Lichttherapie gegen Winterdepressionen ebenso wirksam ist wie die Einnahme eines Antidepressivums. Positiv ist hier natürlich das Fehlen der medikamentenbedingten Nebenwirkungen.

Außer gegen jahreszeitlich bedingte Depressionen kann die Lichtdusche auch bei prämenstruellen- oder Wochenbettdepressionen hilfreich sein.

 

 


Literaturquellen





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